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Heute Infostand

Das nicht ganz so schöne Wetter kann und nicht verdrießen. Heute warten wir wieder auf interessante Gespräche auf dem Sendenhorster Markt. Noch zehn Tage bis zur Wahl. Unser nachdrücklicher Wunsch: Bitte geht wählen! Wir wählen natürlich B.f.A.! B.f.A. – Besser für Alle!

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Chance jetzt nutzen

Sendenhorst. „Es wird allerhöchste Eisenbahn“, stellt B.f.A.-Fraktionssprecher Hans Ulrich Menke
nach der Durchsicht der „Planfeststellungsunterlagen zur Reaktivierung der WLE“ fest.
Denn in diesen Unterlagen (sie liegen noch bis zum 23. September im Rathaus aus) heißt es auf
Seite 103: „Die Ausführung der Baumaßnahme (zur Reaktivierung der WLE) ist nach Erlangung
des Planrechts ab dem Jahre 2021 geplant.“
„Wir haben als Stadt also nicht mehr viel Zeit, wenn wir auf diese Planung noch wesentlichen
Einfluss nehmen wollen“, ergänzt der B.f.A.-Vorsitzende Michael Thale. Und dieser Einfluss sei
dringend nötig, „wenn wir beim Mobilitätskonzept nicht nur auf den öffentlichen
Personennahverkehr blicken, sondern uns auch dafür stark machen, dass vernünftige Radwege
entlang der Landstraßen und zwischen den Ortschaften gebaut werden“.
„Deshalb machen wir uns bereits seit mehreren Jahren dafür stark, dass auch ein Radweg zwischen
Albersloh und Wolbeck realisiert wird“, unterstreicht B.f.A.-Ratskandidat Christian Grafe.
Die „Genehmigungsplanung zur Reaktivierung der WLE“ zeige nun einen gangbaren Weg auf, wie
die Stadt Sendenhorst diesem Ziel näherkommen könnte.

Denn wie den Unterlagen auf den Seiten 59 bis 60 zu entnehmen sei, würden auf der rund fünf
Kilometer langen Strecke von Albersloh nach Wolbeck parallel zu den WLE-Gleisen auf 2856
Meter Länge sogenannte Seitenwege neu gebaut. Wegen der „Auflassung von 28 Bahnübergängen“
würden diese verlängerten Zuwegungen zu den Feldern neu angelegt. „Diese Seitenwege“, so heißt
es in den Unterlagen, „werden mit einer Kronenbreite von 5,50 Meter hergestellt.“ Diese Breite
berücksichtige den Begegnungsfall Lkw/Lkw bei verminderter Geschwindigkeit.
Konkret sollen diese Seitenwege in Richtung Wolbeck gebaut werden:
 vom Ortsausgang Albersloh bis zum Grundstück Baumert (km 19,471 – 20,715) 1,244 km;
 dann folgt eine Lücke von 900 Metern;
 von km 22.630 bis km 23.330 schließt sich ein 670 m langer Seitenweg an sowie eine
weitere von 89 Metern – letzterer ist allerdings nur vier Meter breit;
 von km 24,400 bis km 24,805 schließt ein 405 Meter langer Seitenweg die Verbindung zur
Einfahrt von Gut Berl;
 von hier bis zu der Bebauung „Am Steintor“ (unterhalb der Hiltruper Straße) bleibt eine
Lücke von circa 1,2 km;
 vom Steintor bis zum neuen Baugebiet in Wolbeck (ehemals Lancier) wird bei der WLE-
Reaktivierung noch einmal ein Bahnseitenweg von 405 Meter Länge gebaut.


„Wir wären schlecht beraten, wenn wir diese Chance nicht nutzen würden, einen kompletten
Radweg von Albersloh nach Wolbeck zu bekommen“, meint B.f.A.-Ratsfrau Martina Rust, „fünf
Kilometer Radweg von dem bereits jetzt 2,856 Kilometer geplant sind.“
Hans Ulrich Menke: „Natürlich sollte auch an weiteren Stellen die Möglichkeit geprüft werden,
durch eine Verknüpfung der neuen Seitenwege mit bestehenden landwirtschaftlichen Straßen und
Wege eine Art Radwegenetz zu entwickeln bzw. auszubauen! Die B.f.A. hat diesbezüglich bereits
Anträge und Prüfaufträge an die Stadtverwaltung gestellt.“
Hans Ulrich Menke

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Ein Dutzend Tage noch…

Die Ampel steht auf Grün! Noch zwölf Tage bis zur Wahl. Unser nachdrücklicher Wunsch: Bitte geht wählen! Wir wählen natürlich B.f.A.! B.f.A. – Besser für Alle!

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Noch 13 Tage bis zur Wahl

Wir wünschen einen wunderschönen und entspannten Tag! Noch dreizehn Tage bis zur Wahl. Unser nachdrücklicher Wunsch: Bitte geht wählen! Wir wählen natürlich B.f.A.! B.f.A. – Besser für Alle!

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Dialog über die Feierhalle

Zu einem „Dialog über die Feierhalle“ hatten die AnwohnerInnen des Schörmelweges, des Alten Postweges und des Mergelberges gemeinsam mit dem Reitverein am Sonntagabend die im Sendenhorster Rat vertretenen Fraktionen eingeladen.


Während die B.f.A. und die SPD die Einladung gerne angenommen hatten, erschien die FDP offiziell nicht, sondern Anlieger Andreas Linnemann – unter anderem auch FDP-Ratskandidat – musste die liberale Stellung halten. Eine Meinungsäußerung gab es von ihm nicht.
Anders dagegen CDU-Ratskandidat Hermann Josef Tacke, der nicht im Namen seiner Partei – von der kein offizieller Vertreter anwesend war – reden wollte, sondern nur „ganz  persönlich“ zum Ausdruck brachte, „dass so eine Feierhalle hier nicht hingehört“. CDU-Bürgermeisterkandidat Markus Hartmann hatte sich wegen seinem Hochzeitstag entschuldigt.
Christiane Seitz-Dahlkamp (SPD) eröffnete das Gespräch mit dem Hinweis, dass eine Lösung für die verfahrene Situation um die Feierhalle am Mergelberg „nur über einen konstruktiven Dialog zu finden“ sei. Die Möglichkeiten einer juristischen Entwirrung liege nach ihrer Ansicht bei einem Prozent. Trotzdem habe man in der Sitzung des Stadtentwicklungausschusse für den Antrag der B.f.A. gestimmt, die Möglichkeiten einer Veränderungssperre zu prüfen.


B.f.A.-Fraktionssprecher Hans Ulrich Menke machte noch einmal klar, dass es die Zustimmung der Verwaltung zu dieser Feierhalle nicht „ohne das gemeindliche Einvernehmen hätte geben dürfen“. Hans Ulrich Menke: „Wer immer auch den Investor auf dieses Grundstück gestoßen hat, fest steht, hier darf keine Feierhalle gebaut werden!“ Nun sei es an der Zeit, Alternativflächen zu suchen, um ein anderes Areal zu finden, dass man dem Investor mit gutem Gewissen für eine Feierhalle anbieten könne. Dafür werde sich die B.f.A. weiterhin stark machen und in allen Gremien einsetzen.
Bedenken des Reitvereins, der sich nicht nur gegen die Feierhalle, sondern auch gegen eine mögliche Umsiedlung der Feuerwehr auf eine Fläche „neben Erdnuss-Druck“ wehrt, kann Hans Ulrich Menke teilen: „Allein schon um die vorgeschriebenen Rettungszeiten einzuhalten, halte ich diesen Standort für höchst bedenklich.“ Bei einer Reaktivierung der WLE – möglicherweise bis Lippstadt – sei die Schranke auch mal geschlossen. Dann sei der größte Teil der Stadt „rettungtechnisch“ vorübergehend abgeschnitten.


Dem stimmte die von der SPD unterstützte unabhängige Bürgermeister-Kandidatin Katrin Reuscher zu. All diese Dinge – Veränderungen im Gewerbegebiet, wachsende Wohngebiete, die Umsiedlung der Feuerwehr, die Reaktivierung der WLE, der mögliche Bau einer Bürgerhalle, der Standort dieser Feierhalle – könnten erst im Detail gedacht werden, wenn in enger Abstimmung mit den Bürgerinnen und Bürgern über die weitere Entwicklung der Kommune nachgedacht worden sei. „Und das nennt man Stadtplanung“, so Katrin Reuscher. Was hier am Mergelberg passieren sollte, sei aus ihrer Sicht nicht hinnehmbar. Sie habe aber mit dem Investor gesprochen, der ebenfalls unglücklich über die Situation sei: „Herr Kirsch ist ein zugänglicher Mann, mit dem man gut in einem Boot sitzen kann.“
Das hofft auch Michael Gödecke, der im Namen der AnwohnerInnen und Anwohner unterstrich, dass auch sie „als Betroffene und nicht als Feierhallenverhinderer“ ein Gespräch mit dem Investor wünschten, um auszuloten, ob man nicht doch eine gemeinsame Lösung finden kann, die alle Seiten befriedigt.

Fotos + Text: Volker Dörken

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Anwohnertreffen

Der B.f.A.-Fraktionsvorsitzende Hans Ulrich Menke zieht zum Thema „Feierhalle“ nach dem Treffen von Vertretern aus der Politik, der Verwaltung und einigen BürgerInnen des angrenzenden Wohngebietes am Mergelberg folgendes Fazit:

“Verwaltung und Politik sind jetzt angesichts der vielfältigen ungelösten Konflikte gefordert, gemeinsam nach einem geeigneten Alternativstandort zu suchen und dort, sofern erforderlich, zeitnah das notwendige Planungs- und Baurecht zu schaffen!”

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Nahmobilität

„Die Menschen in Sendenhorst und Albersloh brauchen ein vernünftiges Nahmobilitätskonzept, damit sie sich gefahrlos in ihren Ortskernen bewegen können,“ diese Meinung vertreten die „BürgerInnen für Aktive Kommunalpolitik“ (B.f.A.). Sich lediglich für mehr Radwege einzusetzen, wie es die CDU fordert, sei „zu kurz gesprungen“. Vielmehr müsse ein Gesamtkonzept aus einem Guss auf den Weg gebracht werden, dass alle VerkehrsteilnehmerInnen als gleichberechtigt einstufe.Und weil das so ist, stellten die B.f.A. jetzt folgenden Antrag an die Verwaltung.

Zum Vorschlag der CDU gibt es zusätzlich folgende Stellungnahme von Volker Dörken auf Facebook:
„Wunderbar, die CDU ist lernfähig und beantragt ein Radwegekonzept. Damit schließt sich die heimische Union endlich einer langjährigen Forderung der B.f.A. an (Siehe z.B. diese Zeitungsartikel aus den Jahren 2009 und 2019: Wolbeck-Muenster.de & Artikel in der WN ) und den Ideen der SPD ja offenbar auch! 
Sehr schön. Nahmobilität ist aber mehr, als nur der (sicher wichtige) Radwegebau und die Mitgliedschaft in der AG Fahrradfreundliche Städte und Gemeinden.

So macht zum Beispiel der fehlende Bürgersteig/Radweg an der Sendenhorster Straße in Albersloh deutlich, dass gerade in dieser Hinsicht noch etliche Defizite in unserer Stadt Sendenhorst bestehen. Von den viel zu schmalen Bürgersteigen in den Ortskernen ganz zu schweigen. Wer hier Verbesserungen für die schwachen Verkehrsteilnehmer will, muss sich für ein streng kontrolliertes LKW-Durchfahrverbot einsetzen. Wenn der CDU-Antrag mehr als Wahlwerbung sein soll, dann sollte sich die Union gemeinsam mit der B.f.A., der SPD und der FDP in aller erster Linie dafür stark machen, dass sich alle VerkehrsteilnehmerInnen gleichberechtigt und deshalb gefahrloser in den Ortskernen bewegen können. Nahmobilität -ob zu Fuß, mir dem Rad oder mit dem Rollstuhl – muss im Ortskern unbedingte Vorfahrt haben!“

Und auch der frühere Sendenhorster Franz-Josef Blömker (SPD) meldete sich zum CDU-Antrag zu Wort. Hier seine Facebook-Einlassung:

„Nette Idee – nur nicht neu! Es ist zwar schon eine ganze Weile her, aber ich erinnere mich schon noch daran, dass die SPD sich in Sendenhorst für einen Beitritt zur AGFS eingesetzt hat, was aber an der CDU gescheitert ist. So, wie lange auch die WLE-Reaktivierung von der CDU verhindert wurde.“

Wird schon mal eng…
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Wahlwerbung

Sendenhorst/Albersloh. „Unser Wettbewerb mit den anderen Parteien um die Gunst der Wählerstimmen wird bunt, fröhlich und natürlich auch humorvoll sein“, freut sich der Vorsitzende der „BürgerInnen für Aktive Kommunalpolitik“ (B.f.A.), Michael Thale, auf die Zeit bis zum Termin der Kommunalwahl am 13. September 2020.
Nicht nur bei dem Motiv für die Wahlplakate, für die Nico Rose die Fotos schoss und Felix Denker die grafische Gestaltung übernahm, haben sich die B.f.A. etwas Besonderes einfallen lassen. Auch bei den kleinen Geschenken für die möglichen Wählerinnen und Wähler setzen die B.f.A. auf das Außergewöhnliche: B.f.A.-Seifenstückchen aus „Suses Bädchen“ in Albersloh betören ebenso mit ihrem Duft wie die kleinen Pfeffersäckchen und Paprikabeutelchen, die für „mehr Würze“ im Rathaus sorgen können. Dazu gibt es „B.f.A. Wa(h)lnüsse“, die aus verschiedenen Sendenhorster und Albersloher Gärten stammen. „Soweit es ging, haben wir auf Produkte aus der Region und auf Waren aus heimischen Geschäften zurückgegriffen“, berichtet B.f.A.-Mitglied Ulrike Wemhoff, „so haben wir auch die tollen Sonnenschirme für die Wahlstände bei Lena Voges in Sendenhorst gekauft.“ Nun freuen sich die B.f.A. auf viele anregende, kritische und auch erfreuliche Gespräche mit den Menschen aus Sendenhorst und Albersloh an den Wahlständen. Der Vorsitzende der B.f.A.-Ratsfraktion Hans Ulrich Menke: „Denn wir möchten soviel Frauen und Männer wie möglich davon überzeugen, dass die B.f.A. wirklich ‘Besser für Alle’ sind.“

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Ortsspaziergang Sendenhorst

Am Ende waren es mehr als 100 Bürgerinnen und Bürger, die am Montag am Stadtrundgang der B.f.A. in Sendenhorst teilgenommen haben. Hier hatten die Bürgermeisterkandidaten Katrin Reuscher (SPD) und Markus Hartmann (CDU/FDP) die Möglichkeit, ihre Meinungen und Ideen zur Kommunalen Verwaltungsführung vorzustellen. Insbesondere am Mergelberg – hier soll in unmittelbarer Nähe zur Wohnbebauung eine Feierhalle entstehen – beklagten beide Kandidaten die fehlende Transparenz und Bürgernähe bei der Verwaltung. „Zudem ist nicht zu verstehen“, so der B.f.A.-Vorsitzende Hans Ulrich Menke, „warum auch die Politik nicht beteiligt war.“ Die gegenteilige Behauptung von Bürgermeister Streffing im Fernsehen, sei –  „zumindest was die B.f.A. angeht“ – falsch. Dem stimmte auch die SPD zu. Hans Ulrich Menke und Michael Thale von den B.f.A. sicherten zu, dass sie für die Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses einen größeren Sitzungssaal einfordern werden („Damit die Menschen endlich beteiligt und nicht ausgeschlossen werden“). Zudem schlagen die B.f.A. vor, dass die Verwaltung „sehr schnell“ zu einem Gespräch einlädt, an dem VertreterInnen der Anwohner, der Politik, der Verwaltung und der Investor teilnehmen: „Die Zeit drängt, denn die Klagefrist gegen die positiv beschiedene Bauvoranfrage läuft in vier Wochen ab.“ Einen ausführlichen Bericht über den B.f.A.-Stadtrundgang wird es in den Westfälischen Nachrichten geben.

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Feierhalle am Schörmel

Mehr als 130 Menschen waren am Mittwoch Abend ins Gewerbegebiet „Schörmel-West“ gekommen, um ihren Unmut darüber auszudrücken, dass in unmittelbarer Nähe ihres Wohngebietes möglicherweise eine Feierhalle mit Übernachtungsmöglichkeiten gebaut werden soll. Waren beim ersten Informationstreffen vor rund einer Woche nur Vertreter der „BürgerInnen für Aktive Kommunalpolitik“ vor Ort, so hatten nun auch VertreterInnen der anderen Ratsparteien den Weg an den Mergelberg gefunden.
In sachlichen Beiträgen stellten die Anlieger Claudia Börger, Björn Michel und Ute Bigge sowie Silvia Florien für den Reiterverein fest, dass es ihnen nicht ersichtlich ist, warum weder die betroffenen Bürgerinnen und Bürger, noch die politischen Parteien in den Entscheidungsprozess im Rahmen der Bauvoranfrage eingebunden wurden. Claudia Börger: „Wie wurden die Pro- und Contra-Argumente gesammelt und welche Gewichtungen wurden vorgenommen?“


Das Oberverwaltungsgericht NRW habe 2006 festgestellt, dass bei einem Bau von Vergnügungsstätten gerade die Wohnbevölkerung und andere sensible Einrichtungen vor „nachteiligen Wirkungen, die von der Vergnügungsstätte ausgehen, zu schützen sind. „Wie sehen die Schutzmaßnahmen der Stadt aus?“, wollten die Anwesenden wissen. Zumal, so Björn Michel, das Bauamt Sendenhorst noch am 25. Juni 2020 die ursprünglich bewilligte Betriebszeit von 10 bis 22 Uhr auf 10 bis 6 Uhr morgens an sieben Tagen in der Woche – also auf 365 Tage im Jahr – ausgeweitet habe.
Der Lärm, der daraus an 365 Tagen im Jahr mit Genehmigung resultieren könne, werde allen Anrainern – aber vor allem den Kindern in den jungen Familien – die Nachtruhe rauben. „Die normalen Geräusche, die aus dem Gewerbegebiet zu hören sind, sind für uns vollkommen akzeptabel.“ Auch Geburtstagsfeiern oder Partys habe man bisher ohne Murren toleriert. Aber eine Feierhalle für 365 Tage im Jahr und dabei 20 Stunden am Tag, das sei einfach zuviel.
Ganz abgesehen von den anstehenden Verkehrsproblemen, den fehlenden Parkplätzen (26 für 199 Gäste), der drohenden Vermüllung und der wohl kaum zu kontrollierenden Einhaltung der Nachtruhe, die die Stadt durch den Einsatz von Sicherheitspersonal vorgeschrieben habe, sei der Bau der Vergnügungsstätte an dieser Stelle auch für Investor Kirsch ein erhebliches Risiko. In diesem Zusammenhang erklärte Jochen Horstmann, der eine weitere Wohnsiedlung in unmittelbarer Nähe der Vergnügungsstätte plant, welche Auflagen ihm in Sachen „Lärmschutz“ im Zusammenhang mit dem nahen Baubetriebshof und die mögliche winterliche Salzstreuabholung gemacht worden sei. Dieser „Lärm“ der Streusalabholer sei wohl kaum mit der heftigen „Schallabsonderung“ zu vergleichen, die von einer nächtlichen wummernden Feier-Disco ausgehe.
Darum fragten die Anwohner: „Warum hat die Lotsenfunktion der Wirtschaftsförderung hier nicht funktioniert? Wurde Herr Kirsch über die Nachteile seiner Standortentscheidung informiert? Wurde er über eine Standortverlegung beraten? Warum hat die von der Verwaltung beworbene gute Kommunikation mit den Bürgern in diesem Fall nicht funktioniert? Wer entscheidet, wann ein Bauvorhaben die notwendige Sprengkraft besitzt, um die Verwaltung zu veranlassen, mit der Politik Kontakt aufzunehmen?“
Fragen, die auf Antworten warten. Dirk Köhler von den B.f.A. und Andreas Linnemann (FDP) stellten sich jedenfalls hinter die Forderungen der Anwesenden, die Feierhalle nicht im Gewerbegebiet Schörmel-West zu bauen, sondern sie im Industriegebiet vor den Toren der Stadt mit guter Verkehrsanbindung zu errichten: „Denn im Prinzip ist so eine Einrichtung eine gute Sache für Sendenhorst.“ Die beiden Wahlbezirksvertreter von SPD und CDU zogen es vor, sich nicht am Mikrophon zu den anstehenden Planungen zu äußern.
Eine nun ein gestartete Unterschriftenaktion und weitere Veranstaltungen, so Moderator Andreas Schmidt, sollen dazu führen, dass der Bau der Feierhalle im Gewerbegebiet gestoppt wird: „Im Interesse der Menschen im nahen Wohngebiet und auch im Interesse des Investors.“

Bilder und Text: Volker Dörken

Auch die WDR Lokalzeit hat schon berichtet. Die Folge findet ihr bis 24.7.2021 hier!