Sendenhorst/Albersloh. Die B.f.A.-Fraktion im Rat der Stadt Sendenhorst nimmt zur gemeinsamen
Presseerklärung von CDU, SPD und FDP Stellung.
Fraktionsvorsitzender Hans Ulrich Menke weist den Vorwurf, die B.f.A. habe „übergriffig“ gehandelt
oder ein bloßes Gerücht verbreitet, deutlich zurück.
„Was wir veröffentlicht haben, ist keine Vermutung, sondern eine schriftliche fachliche
Stellungnahme der Bezirksregierung Münster“, so Menke. „Dr. Michael Wolf vom Dezernat
Regionalentwicklung hat unserem B.f.A.-Mitglied Volker Dörken unmissverständlich mitgeteilt, dass
eine Einzelhandelsansiedlung auf dem Schlieper-Gelände an der Werse aus fachlicher Sicht negativ zu
bewerten ist – wegen Hochwasserschutz und Naturschutzbindung der Fläche. Das ist keine
Spekulation, das ist die Auskunft der zuständigen Behörde, das ist Stand eines gültigen
veröffentlichen Regionalplans – dokumentiert bereits seit Ende 2024.“ Zudem sei dieses Ergebnis auch
im „Einzelhandelskonzept 7/2025“ der Stadt Sendenhorst festgehalten worden, der erst vor einem
Jahr im Rat einmündg verabschiedet worden sei.
Die B.f.A. weist den Vorwurf zurück, Pächterin und Verpächter des jetzigen Nah & Gut-Marktes „in die
Öffentlichkeit gezerrt“ zu haben. „Beide Seiten hatten selbst schon Wochen zuvor öffentlich über die
Planungen am Schlieper-Gelände berichtet, wie auch in unserer Mitteilung nachzulesen war. Wir
haben diese bereits bekannten Informationen lediglich in den fachlichen Kontext der Stellungnahme
aus Münster gestellt“, erklärt Menke. „Bürgerinnen und Bürger haben ein Recht darauf zu erfahren,
wenn eine übergeordnete Behörde eine mögliche Ansiedlung fachlich für aussichtslos hält. Das
offenzulegen ist keine Übergriffigkeit, sondern gelebte kommunalpolische Transparenz.“
Auch die Einordnung als „Gerücht im Dorf“ weist die B.f.A. zurück: Ein Schriwechsel zwischen Stadt
und Investoren, den die Bürgermeisterin selbst in der Ratssitzung bestägt hat, sei kein Gerücht,
sondern ein amtlicher Vorgang. „Gerade weil ein förmliches Zielabweichungsverfahren notwendig
würde und die Erfolgsaussichten laut Bezirksregierung als sehr gering eingeschätzt werden, halten wir
es für richg, frühzeig und offen zu informieren – nicht erst, wenn ein Vorhaben bereits weit
fortgeschrien ist und privates und öffentliches Geld invesert und Erwartungen geschürt wurden“!
In der Sache sieht die B.f.A. durchaus Übereinsmmung mit CDU, SPD und FDP: „Auch uns geht es
nicht darum, ein Vorhaben zu verhindern, sondern darum, Kräe nicht in eine Richtung zu lenken, die
laut Fachbehörde und laut dem überarbeiteten Einzelhandelskonzept der Stadt keine Aussicht auf
Erfolg hat.“ Das aktuelle, überarbeitete Einzelhandelskonzept verweist für die Nahversorgung in
Albersloh ausdrücklich auf die Stärkung des bestehenden Nah & Gut-Marktes am Kirchplatz. „Wenn
CDU, SPD und FDP betonen, dass ihnen die Stabilisierung und Opmierung der Versorgungslage in
Albersloh wichg ist, dann laden wir sie ein, diese Posion gemeinsam mit uns mit konkreten
Maßnahmen für den bestehenden Markt zu unterlegen, sta unsere sachlichen Informaonen über
einen dokumenerten Verwaltungsvorgang als Angriff zu werten.“
Die B.f.A. bekräigt abschließend, dass sie ihre Informaonspolik gegenüber den Bürgerinnen und
Bürgern Albersloh auch künig an dokumenerten Fakten und amtlichen Auskünen ausrichten
werde – „unabhängig davon, ob das anderen Frakonen im Rat gefällt“.
Die Frage, warum die B.f.A. auf diese Sachverhalte hinweisen, lässt sich im Übrigen ganz einfach
beantworten. Die Diskussion um einen Alternavstandort verhindert bzw. verzögert die Umsetzung
der laut Beteiligten bereits fergen Pläne zur Aufwertung des bestehenden Nah & Gut-Marktes. Wir
könnten bei der Verbesserung der Versorgungssituaon in Albersloh also schon viel weiter sein.
Hans Ulrich Menke
Mühlenfurt 3
48324 Sendenhorst-Albersloh


