WIR SIND BUNT. VIELFÄLTIG. IDEENREICH.

Erwiderung: Nah und Gut Schlieper 2026

Sendenhorst/Albersloh. Die B.f.A.-Fraktion im Rat der Stadt Sendenhorst nimmt zur gemeinsamen

Presseerklärung von CDU, SPD und FDP Stellung.

Fraktionsvorsitzender Hans Ulrich Menke weist den Vorwurf, die B.f.A. habe „übergriffig“ gehandelt

oder ein bloßes Gerücht verbreitet, deutlich zurück.

„Was wir veröffentlicht haben, ist keine Vermutung, sondern eine schriftliche fachliche

Stellungnahme der Bezirksregierung Münster“, so Menke. „Dr. Michael Wolf vom Dezernat

Regionalentwicklung hat unserem B.f.A.-Mitglied Volker Dörken unmissverständlich mitgeteilt, dass

eine Einzelhandelsansiedlung auf dem Schlieper-Gelände an der Werse aus fachlicher Sicht negativ zu

bewerten ist – wegen Hochwasserschutz und Naturschutzbindung der Fläche. Das ist keine

Spekulation, das ist die Auskunft der zuständigen Behörde, das ist Stand eines gültigen

veröffentlichen Regionalplans – dokumentiert bereits seit Ende 2024.“ Zudem sei dieses Ergebnis auch

im „Einzelhandelskonzept 7/2025“ der Stadt Sendenhorst festgehalten worden, der erst vor einem

Jahr im Rat einmündg verabschiedet worden sei.

Die B.f.A. weist den Vorwurf zurück, Pächterin und Verpächter des jetzigen Nah & Gut-Marktes „in die

Öffentlichkeit gezerrt“ zu haben. „Beide Seiten hatten selbst schon Wochen zuvor öffentlich über die

Planungen am Schlieper-Gelände berichtet, wie auch in unserer Mitteilung nachzulesen war. Wir

haben diese bereits bekannten Informationen lediglich in den fachlichen Kontext der Stellungnahme

aus Münster gestellt“, erklärt Menke. „Bürgerinnen und Bürger haben ein Recht darauf zu erfahren,

wenn eine übergeordnete Behörde eine mögliche Ansiedlung fachlich für aussichtslos hält. Das

offenzulegen ist keine Übergriffigkeit, sondern gelebte kommunalpoli􀆟sche Transparenz.“

Auch die Einordnung als „Gerücht im Dorf“ weist die B.f.A. zurück: Ein Schri􀅌wechsel zwischen Stadt

und Investoren, den die Bürgermeisterin selbst in der Ratssitzung bestä􀆟gt hat, sei kein Gerücht,

sondern ein amtlicher Vorgang. „Gerade weil ein förmliches Zielabweichungsverfahren notwendig

würde und die Erfolgsaussichten laut Bezirksregierung als sehr gering eingeschätzt werden, halten wir

es für rich􀆟g, frühzei􀆟g und offen zu informieren – nicht erst, wenn ein Vorhaben bereits weit

fortgeschri􀆩en ist und privates und öffentliches Geld inves􀆟ert und Erwartungen geschürt wurden“!

In der Sache sieht die B.f.A. durchaus Übereins􀆟mmung mit CDU, SPD und FDP: „Auch uns geht es

nicht darum, ein Vorhaben zu verhindern, sondern darum, Krä􀅌e nicht in eine Richtung zu lenken, die

laut Fachbehörde und laut dem überarbeiteten Einzelhandelskonzept der Stadt keine Aussicht auf

Erfolg hat.“ Das aktuelle, überarbeitete Einzelhandelskonzept verweist für die Nahversorgung in

Albersloh ausdrücklich auf die Stärkung des bestehenden Nah & Gut-Marktes am Kirchplatz. „Wenn

CDU, SPD und FDP betonen, dass ihnen die Stabilisierung und Op􀆟mierung der Versorgungslage in

Albersloh wich􀆟g ist, dann laden wir sie ein, diese Posi􀆟on gemeinsam mit uns mit konkreten

Maßnahmen für den bestehenden Markt zu unterlegen, sta􀆩 unsere sachlichen Informa􀆟onen über

einen dokumen􀆟erten Verwaltungsvorgang als Angriff zu werten.“

Die B.f.A. bekrä􀅌igt abschließend, dass sie ihre Informa􀆟onspoli􀆟k gegenüber den Bürgerinnen und

Bürgern Albersloh auch kün􀅌ig an dokumen􀆟erten Fakten und amtlichen Auskün􀅌en ausrichten

werde – „unabhängig davon, ob das anderen Frak􀆟onen im Rat gefällt“.

Die Frage, warum die B.f.A. auf diese Sachverhalte hinweisen, lässt sich im Übrigen ganz einfach

beantworten. Die Diskussion um einen Alterna􀆟vstandort verhindert bzw. verzögert die Umsetzung

der laut Beteiligten bereits fer􀆟gen Pläne zur Aufwertung des bestehenden Nah & Gut-Marktes. Wir

könnten bei der Verbesserung der Versorgungssitua􀆟on in Albersloh also schon viel weiter sein.

Hans Ulrich Menke

Mühlenfurt 3

48324 Sendenhorst-Albersloh