B.f.A. zu Besuch bei VEKA

Sendenhorst. Vier Kontinente, 54 Standorte, 23 Produktionswerke, 7000 Mitarbeitende – davon 1400 in Sendenhorst – und fast 1,5 Milliarden Euro Jahresumsatz – das ist VEKA

(Quelle: https://www.veka.de/unternehmen/)!

Und genau dort – beim Sendenhorster Ursprungsbetrieb – waren jetzt Mitglieder der Unabhängigen Wählergemeinschaft „Bürger für Aktive Kommunalpolitik“ (B.f.A.) e.V. zu Gast. Vor der eigentlichen Werksbesichtigung stellte Andreas Hartleif, Vorstandsvorsitzender und Schwiegersohn des verstobenen Firmengründers, das Unternehmen in einem interessanten Vortrag umfassend vor:

1969 von Heinrich Laumann im Münsterland gegründet, entwickelte sich der Produzent 

von Profilsystemen für Fenster, Türen, Rollläden sowie Schiebetüren schnell zu einem Global-Player. „Der Siegeszug des Kunststofffensters in den 1970er Jahren machte uns rasch zu dem marktführenden Systemhersteller“, berichtet Andreas Hartleif, den B.f.A.-Mitgliedern. 

Die frühe Internationalisierung des mittelständischen Familienbetrieb Anfang der 80er Jahre zähle zu den Meilensteinen des Unternehmens und „zeichnet uns und unser wirtschaftliches Handeln bis heute aus.“

Dabei folge die Unternehmensstrategie stets dem Grundsatz des „enkelgerechten Handelns“. Ein wichtiger Aspekt dabei sei der nachhaltige Umgang mit dem Werkstoff PVC. Andreas Hartleif: „Um hier einen geschlossenen Materialkreislauf sicherzustellen, haben wir bereits 1993 die VEKA Umwelttechnik GmbH gegründet und über Jahrzehnte eine eigene leistungsfähige Infrastruktur aufgebaut, die Altfenster ebenso wie Produktionsreste aus PVC dem fachgerechten Recycling zuführt – von der Sammlung über die Sortierung bis zur stofflichen Wiederverwertung.“

Als Pionier des PVC-Recyclings hätte VEKA konsequent auf die Wiederaufbereitung von Produktionsresten und Altfenstern aus Kunststoff gesetzt und betreibe in Behringen, Thüringen seit über 25 Jahren die größte und modernste PVC-Recyclinganlage Europas. 

Doch nicht nur das. Auch die Produktpalette sei – immer mit Augenmaß – peu a peu gewachsen: „Neben PVC-Platten und Outdoor Living Products, bieten wir auch hochwertige Oberflächentechnologien an. Außerdem denken wir innovativ und entwickeln digitale Softwarelösungen rund um das Gewerk Fenster.“ 

Auch im Bereich Smart Home könne VEKA den Endkunden verschiedene Lösungen zur intelligenten Vernetzung von Fenster- und Fassadensystemen anbieten. Ein Geschäftszweig, der „stetig wachse“. Ebenso wie die Zahl der Privathäuser und -wohnungen, in denen Smart-Home-Systeme installiert seien. Bei einer Umfrage des Verbands der IT- und Kommunikationstechnologie Bitkom hätten zuletzt 41 Prozent der Teilnehmer angegeben, vernetzte Geräte in ihrem Haushalt zu nutzen. Andreas Hartleif: „Die robuste Steigerung von rund 5 Prozentpunkten pro Jahr hat sich damit weiter fortgesetzt und macht das Feld Smart Home zu einem Wachstumsmarkt mit attraktiven Chancen – auch für Fensterhersteller.“ Darum beschäftigt VEKA auch IT-Experten in der Sparte der Digital Building Solutions. Diese „Digitalen Herstellungspreis-Lösungen“ könnten helfen, die Fensterbauprozesse zu optimieren. „So können Fenster und Türen nicht nur schneller, sondern auch kosteneffizienter hergestellt und vertrieben werden“, stellt Andreas Hartleif mit einem Ausblick in die nicht allzu ferne Zukunft fest.

Im Rahmen der anschließenden Führung durch Teile der riesigen Werkshallen erhielten die B.f.A.-Mitglieder dann noch einen detaillierten Einblick in verschiedene Produktions-, Logistik und Entwicklungsprozesse des Unternehmens.

„Eine positive Firmenperspektive, die auch eng mit dem Fortkommen und der Entwicklung unserer Stadt hoffentlich noch sehr, sehr lange erfolgreich verbunden bleibt“, mit diesen Worten bedankten sich die B.f.A.-Teilnehmer bei ihrem Gastgeber Andreas Hartleif für den erkenntnisreichen Nachmittag.

Hans Ulrich Menke

Mühlenfurt 3

48324 Sendenhorst-Albersloh